Dein Berufskraftfahrer Forum 30. Juli 2010, 14:18:21 *
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Fuhrmannseid:

Ich schwöre einen Eid zu Gott,
dass ich das Gut, das mir zu fahren aufgeladen wird,
für billigmässige Belohnung dahin fahren, treulich verwahren und redlich
überliefern will, kein Stück verfahren oder irgend anderswo
hinbringen als mir aufgegeben ist, was mir etwa an Geld und Wechseln
zurück zubringen gereicht wird, aufrichtig und ohne einzige Hinterhaltung
überreichen und mich in allen so betragen will, wie einem redlichen, aufrichtigen
und getreuem Fuhrmann gebührt.
 
 
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Autor Thema: Es hat geknallt; und dann....  (Gelesen 452 mal)
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maclooser
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« am: 02. Februar 2009, 00:38:08 »

Aus gegebenm Anlass möchte ich mal ein Thema erörtern, was wir alle sehr gerne verdrängen, aber immer vorhanden ist. Der Unfall, und was ist danach?
Vor kurzem hatte ein Bekannter eine Kollision mit einem Geisterfahrer. Dabei wurde ihm die Beifahrerseite und der halbe Brückenaufbau weg gerissen. Ich kam gerade vorbei und gab ihn etwas Beistand. Zirka 3 Tage später konnten wir über den "Geisterfahrer" und den Unfall schon wieder  Blödsinn machen. Der Schreck fährt bei meinem Bekannten aber immer mit.
Dann vielleicht 10 Tage später kam mir einer entgegen. Die Mittelleitplanke kam immer näher und den Bus zum Stehen zu bekommen auch nicht einfach, da es glatt war. Hier war auch kein Unfall zu vermelden. Mir schlackerten trotzdem die Knie und an ein konzentriertes Weiterfahren nicht zu denken. Schließlich muss man das Erlebte erst mal verarbeiten. Ich hatte also den nächsten Rasthof angesteuert und mir erst mal eine große Tasse Kaffee gegönnt. Die anderen LKW Fahrer hatten von dem Falschfahrer auf diesem Abschnitt gehört und unterhielten sich darüber. Ich war außerstande mich mitzuteilen. Ich hörte nur einfach zu. Jeder schimpft nur darüber,wie blöde man denn sein müsse, verkehrt auf eine Autobahn zu fahren. Oder wie gefährlich es ist, auf normalen Bundesstraßen von einem "Kurvenschneider" in die Eisen oder auf das Bankett gejagt zu werden. Man redet, aber man glaubt ja immer nur, das passiert nur anderen. Ich fahre ja schon hastenichtgesehenwielange unfallfrei.

Bei dem Unfall meines Bekannten war nur Blech zu Schaden gekommen; bei mir nichts. Wann aber der Superdau kommt, weiss keiner von uns.
So hatte mir heute ein Bekannter einen Link von einem Unfall über AIM geschickt. Vielleicht wird er, wenn er das alles mit etwas mehr Abstand sehen kann auch selbst schildern! Ich wünsche ihm und allen anderen, die vielleicht sogar unschuldiger Weise in einen solchen Unfall verwickelt sind oder wurden, genug Nervenstärke und den Zuspruch in der Familie und im Bekanntenkreis den sie benötigen. Helfen kann da keiner!
Wir können uns gegenseitig bei einem Radwechsel helfen, aber solche Erlebnisse wird jeder für sich verkraften müssen.

Eine Bitte habe ich trotzdem an alle LKW Fahrer dieses Forums:

Laßt zur Hölle ausreichend Platz zwischen einem Liegengebliebenen Fahrzeug und Euch, da könnte aus den Ecken vielleicht sogar Euer Kumpel heraus wollen! Also rüber auf die Überholspur und den Standstreifen meiden!

Manche Kollegen, die auch im Ausland fahren, wissen, welcher Luftsog durch ein vorbei fahrendes Fahrzeug entsteht. Und das muss nicht einmal ein LKW sein!
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maclooser
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« Antworten #1 am: 04. Februar 2009, 21:10:58 »

...heute morgen auf der A3; wird wohl noch öfter in den Nachrichten kommen!
Ein polnischer Fahrer hat wohl die Gewalt über sein Fahrzeug verloren und ist dabei auf einer Abrißbrücke zum Stehen gekommen.
Ok; liest sich dumm, ist aber so!
Die Autobahn wird verbreitert (Spessart- A7). Über den Main(Abfahrt Randersacker) wurde eine neue Brücke errichtet, auf der zur Zeit der Verkehr rollt. Die alte Brücke wird zerlegt und restauriert. So sind die Anfahrtsrampen bereits entfernt, nur noch das Mittelstück vorhanden(Distanz ca 6 meter). Und genau auf diesem Stück kam das Fahrzeug zum Stehen; wohl einige Achsen und Räder weniger, aber er stand. Nach unten ca 25 meter. Den unverletzten Fahrer, der auch keine Zeichen eines Schocks hatte, wurde über die Drehleiter von der anderen Brücke geborgen. Die Absperrungen sind eindeutig und ausreichend lange zu sehen. Man darf sich fragen, wie dieser nette Herr auf diese "Brücke" gekommen ist! Der LKW musste von unten mit Hilfe vom SchwerlastKran geborgen werden.
Der Link:
http://www.mainpost.de/lokales/wuerzburg/Unglaubliches-Glueck-Lkw-bleibt-auf-Bruecken-Ruine-stehen;art736,4962109
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« Antworten #2 am: 05. Februar 2009, 13:17:38 »

Es hat geknallt; und dann....,

kommen erstmal die schaulustigen angewatschelt antstatt die rettungskräfte zu rufen oder aktiv erste hilfe zu leisten. jeder denkt, da wird schon einer angerufen haben aber lieber 10x anrufen als sich auf andere zu verlassen und die hilfe kommt zu spät!!!! fahren pkw-fahrer über die trümmer des unfalls und ignorieren die tatsache, das damit eventuell beweise vernichtet oder beschädigt werden. kommen blöde sprüche wie: „räumt das mal da von der strasse, ich muss zur arbeit” oder „kannst du mal das auto beiseite nehmen damit ich vorbei komme?” nein das ist ein unfall auto „kannst es ja danach wieder da hinstellen”. es ist wirklich unglaublich wie primitiv menschen sind. viele haben absolut keinen arsch in der hose aktiv zu helfen und eventuell ein leben zu retten aber eine große fresse am stammtisch. nach dem unfall kommen die klugscheißer aus ihrem loch gekrochen und erzählen dir was du hättest anders machen können…es ist zum kotzen. dann kommen die leute die dann sagen „mein gott, ich bin da 10min vorher noch vorbei gefahren, das hätte mir auch passieren können”…ja, aber wenn du früher geboren worden wärest, wärest du eventuell auch mit der Titanic untergegangen. ich hasse diese „was wäre wenn” gespräche und bekomme dabei das kotzen.

Es hat geknallt; und dann....,

gibt es auch die ruhigen und besonnenen aktiven helfer, die leider in der minderheit sind. sie analysieren die lage und handeln dann so wie man es erwartet.

auch wenn bei  meinem letzten unfall letztere kategorie vor ort war, habe ich das obrige schon dutzende male erlebt und war entsetzt.
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« Antworten #3 am: 06. Februar 2009, 22:45:01 »

Zitat
Man darf sich fragen, wie dieser nette Herr auf diese "Brücke" gekommen ist!

@maclooser, das kann ich dir ganz genau sagen. mit meinem experten auge und urteilsvermögen und ohne viel drumrum zu quatschen also eigentlich um auf den punkt zu kommen…MIT VIEL SCHWUNG.  ich lach mich tod und tschüß
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