Dein Berufskraftfahrer Forum 30. Juli 2010, 14:12:55 *
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Fuhrmannseid:

Ich schwöre einen Eid zu Gott,
dass ich das Gut, das mir zu fahren aufgeladen wird,
für billigmässige Belohnung dahin fahren, treulich verwahren und redlich
überliefern will, kein Stück verfahren oder irgend anderswo
hinbringen als mir aufgegeben ist, was mir etwa an Geld und Wechseln
zurück zubringen gereicht wird, aufrichtig und ohne einzige Hinterhaltung
überreichen und mich in allen so betragen will, wie einem redlichen, aufrichtigen
und getreuem Fuhrmann gebührt.
 
 
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Autor Thema: Firma verstößt bewusst gegen Ausbildungsvertrag  (Gelesen 583 mal)
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TruckDriver
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Beiträge: 1


« am: 07. Dezember 2009, 10:34:24 »

Hallo,

ich (20 Jahre, aus Bayern) mache derzeit meine Ausbildung zum Berufskraftfahrer (bin im 3. Lehrjahr).

In meinem Ausbildungsvertrag steht, dass ich eine täglich Arbeitszeit von 8 Std., somit in der Woche 40 Std., habe.
Jedoch werde ich immer wieder auf Touren eingesetzt, bei denen es von vorn herein klar ist, dass sie in 8 Std. nicht schaffbar sind (z. b. Frankfurt und zurück. Arbeitszeit: 15:00 – ca. 03:00 Uhr bzw. später). Ich fahre somit täglich meist über 12 Stunden und das eine ganze Woche lang. Und das ohne Pause, da das Unternehmen, für das wir diese Tour fahren, erheblichen Zeitdruck macht. Somit kann ich nicht nach 4,5 Std. eine Pause einlegen, aber ich muss meinen Tätigkeitsnachweis so ausfüllen, als ob ich eine Pause gemacht hätte.
Noch dazu werden mir für diese Tour weder die Überstunden ausbezahlt, noch kann ich sie als Urlaub abfeiern.

Das ist doch nicht okay oder?

Da dies nicht das einzigste Problem mit meiner Firma ist, bin ich am überlegen, ob ich nicht einen Rechtsanwalt beauftragen sollte, der die Angelegenheit mal überprüft.

Was haltet ihr von einer anonymen Beschwerde beim Gewerbeaufsichtsamt bzw. Berufsgenossenschaft? Ob das was bringt?

LG Euer Kollege  mad
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olli
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« Antworten #1 am: 07. Dezember 2009, 20:12:17 »

Hoi TruckDriver, erstmal herzlich herzlich willkommen.

zu deinem problem eines vorne weg, das was du da grade erlebst ist der ganz normale alltag eines chauffeurs und man sollte sich überlegen ob man nicht in deinem fall in den sauren apfel beißen sollte und den BKF'er zum abschluss bringt oder seinen ausbildungsplatz aufs spiel setzt. hast du den BKF'er in der tasche suchst du dir eine vernünftige spedi...das war jetzt meine persönliche meinung die man sehr zwiespältig sehen kann da dein ausbildungsbetrieb gegen das ausbildungsgesetzt und arbeitszeitgesetz klar verstößt, ganz zu schweigen vom betrug. solltest du einen anwalt konsultieren, wäre es von vorteil wenn du deine echte arbeitszeit inkl. der gefakten vorlegen kannst.

die genaue gesetzeslage bezüglich des arbeitszeitgesetzes für berufsfahrer findest du im downloadbereich.

du bist klar im vorteil wenn du alles 100%tig beweisen kannst und einen linktipp gibtes noch oben drauf
Camionpro bitte versuchen den herren Andreas Mossyrsch zu bekommen  jop

viel glück  cool
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« Antworten #2 am: 08. Dezember 2009, 11:56:28 »

Bei allen verständnis ,für Dein Problem,ist doch ganz schön das Du schon bei der Ausbildung auch die negativen
Seiten kennen lernst.Wenn Du  ein Problem mit Überstunden hast ,die ein deutscher Arbeitgeber nicht mal
vergütet,dann solltest Du dein Berufswunsch auch wenn Du schon im dritten Jahr dabei bist noch mal
gründlich überdenken .Nicht mal die Fahrer im Nahverkehr oder die wenigsten haben ein 8 Stunden Tag,ganz zu schweigen im Fernverkehr.
Ganz ehrlich ich werde nicht meine Arbeitsstunden hier nicht zur Schau stellen aber sei dir sicher es reicht sicher für zwei Arbeitnehmer giveup.
Wie schon gesagt ;Maul halten und durch oder anderen Job suchen noch hast du die möglichkeit ahaa.
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Ludmilla
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Beiträge: 147


« Antworten #3 am: 08. Dezember 2009, 20:56:39 »

Im dritten Jahr eine Ausbildung abzubrechen, ist einfach zu schade! Und so wie es sich anhört, machst Du den Beruf ja eigentlich gerne und wie Olli schon geschrieben hat, kannst Du Dir in noch nicht mal einem Jahr  einen anständigen Arbeitgeber suchen, was nicht leicht wird, aber möglich ist, besonders, wenn Du für eine ausländische Spedition fährst. Es gibt ja auch Arbeitgeber, die Ihre Fahrer nach Stunden bezahlen.
Allerdings ist mir etwas nicht klar. Wie sieht es im Falle eines Unfalls aus, was eine Frage an alles ist, denn ich fahre ja nicht selbst.
Wenn jemand, ob nun freiwillig oder unter Druck durch den Arbeitgeber, zu lange fährt und keine Pausen einhält oder einhalten kann, wer ist dann verantwortlich? Letztendlich ja doch immer der Fahrer oder? Denn im Falle eines Falles, wird man immer sagen, das der Fahrer wissentlich und sich der Gesetze und Folgen bewußt aus eigenen Stücken-wenn auch emotional und psychisch fremdbestimmt durch einen unmöglichen Arbeitgeber-die Pausen nicht eingehalten hat und viel zu lange gefahren ist. Wird der Arbeitgeber mitbelangt wegen Nötigung und vorsätzlicher Missachtung der Gesetze über die Fahrzeiten schon bei der Planung der Touren? Ein schwieriges Thema, besonders wenn man weiß, wie oft schon Unrecht über Recht gesiegt hat, weil die Beweise fehlten. Wie soll sich da ein Fahrer verhalten?
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Ludmilla
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Beiträge: 147


« Antworten #4 am: 08. Dezember 2009, 21:01:18 »

Ach ja TruckDriver, es gibt auch ein paar hier, die wirklich zufrieden sind mit ihrem Arbeitgeber, meistens aber arbeiten sie im internationalen Fernverkehr für ausländische Speditionen. Also wenn Du den Beruf liebst, dann laß Dich nicht entmutigen...aber auch nicht ausnutzen.

Viele Grüße von Ludmilla
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nochsoeiner
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Beiträge: 1


« Antworten #5 am: 28. April 2010, 11:54:22 »

Hallo, Truckdriver,
Ich würde keine Zeit mit Gegenversuchen, schon gar nicht mit Rechtsanwalt vertun!! Entweder du akzeptierts das so, wie es eben in der Branche ist, oder such die was anderes!
Dazu ein guter Tip:  <www.bewertemeinefirma.de >
Hier findest du echte Aussagen - ANONYM = WAHR !! - von Mitarbeitern aus allen möglichen Firmen. Deine Branche oder andere, in deiner Nähe oder woanders usw.
Kannst dein Problem ja auch über deine jetzige Firma eintragen. So hilfst du wieder anderen Interessenten.
 Alles klar?
Grüße
 nochsoeiner
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